Einblick in die Werkstatt
Japanische Wassersteine gibt es als natürliche und als synthetisch hergestellte Steine. Sie sind bekannt für ihre gute und schnelle Schleifwirkung für alle möglichen Klingen.
Es gibt viele Hersteller mit unterschiedlich harten Steinen. In gut sortierten Shops findet man recht leicht hilfreiche Beschreibungen zu den Stärken und Schwächen und den unterschiedlichen Charakteristika der eizelnen Marken.
Welche Steine soll man nehmen?
Das ist eine enorm schwere Frage auf die ich leider keine einfache Antwort habe. Da jede Marke seine EIgenheiten hat, muss man die Serie finden mit der man gut zurecht kommt. oder man pickt sich Steine unterschiedlicher Hersteller für unterschiedliche Aufageb heraus.
Heute werden zumeist synthetisch hergestellte Steine benutzt, bei denen die Schleifkörper in unterschiedlicher Weise gebunden werden und während des Schleifvorgangs gelöst werden.
Noko Giri (japanische Säge)
Bei sogenannten Japansägen handelt es sich um Sägen, die aus einer jahrhundertelangen Tradition entstanden sind und sich über den langen Zeitraum entwickelt haben und immer wieder verbessert wurden. Holz war schon immer ein sehr wichtiger Bau- und Werkstoff in Japan. Seit jeher wurden Bauwerke aus Holz errichtet. Dementsprechend wichtig wurden Werkzeuge zur Holzbearbeitung und somit auch Sägen erachtet.
Europäische Sägen zerspanen - also zersägen - das Holz bei der Bewegung die vom Körper weggeht, also auf Schub. Ganz im Gegensatz dazu verrichten Japansägen ihre Hauptarbeit auf Zug, der Span wird also bei der Bewegung zum Körper hin abgetragen.
Bei dieser Art zu Sägen hält sich das Sägeblatt selbst gerade, weil es bei der Sägearbeit stets auf Spannung steht. Dieses Arbeiten auf Zug ermöglicht sehr dünne Sägeblätter und als Folge auch sehr schmale Schnittfugen. Bei europäischen Sägen wird während der Sägearbeit immer Druck ausgeübt und das Sägeblatt wird dabei immer etwas gestaucht. Durch die japanische Variante der Zugspannung, wird verhindert, dass sich das Sägeblatt bei Druck verbiegt.
Die Zähne
Zusätzlich haben die Zähne einer Japansäge noch eine ganz besondere Geometrie der Sägezähne aufzuweisen. Im Grunde unterscheidet man zwei verschiedene Varianten der Verzahnung bei japanischen Zugsägen. Man unterscheidet ob eine Säge vorwiegend quer zur Holzfaser oder längs zur Holzfaser sägen soll.
Bei der Trapezverzahnung (Zähne sehen einem verschobenen Trapez ähnlich) sind die Zähne wechselseitig angeschliffen. Diese Verzahnung ist vorwiegend für Querschnitte geeignet.
Bei Längsschnitten wird die Dreiecksverzahnung bevorzugt (die Zähne sehen aus wie Dreiecke, wobei die Zahnteilung über die Länge des Sägeblattes variiert um den Anschnitt zu erleichtern). Durch die spezielle Geometrie erzielt man immer eine hervorragende Schnittqualität. Die Japansägen neigen nicht zum Verkanten oder Verwinden bei der Sägearbeit.
Seit einiger Zeit werden diese Sägen auch bei uns zunehmend bekannter und immer häufiger werden Sägen mit Wechselblättern (nicht mit festem Stiel) verwendet.
Die Gründe hierfür sind einfach: Es ist eine vornehmlich finanzielle Frage. Zum Einen ist jemandem der darin nicht ausgebildet ist, kaum möglich eine Säge zu schärfen, schon gar nicht, wenn es sich um eine Japansäge mit völlig anderer Geometrie handelt. Zum Anderen sind die speziell gehärteten Zähne der Säge so hart, dass eine herkömmliche Feile daran die „Zähne ausbeist“ – die Zähne der Säge sind meist härter als die Feile.
Die Art des Schliffes ist entscheidend dafür, wie gut ein Messer seine Aufgabe erledigen kann. Dabei entscheidet neben dem Winkel in dem das Messer geschliffen wird auch die Form des Schliffes wie stabil oder wie scharf ein Messer ist.
Wichtig ist vor allem, dass sowohl der Winkel als auch die Geometrie des Schliffes zur Aufgabe passen, die das Messer zu verrichten hat.
1. Hohlschliff
Der Hohlschliff oder konkaver Schliff genannt ergibt eine große Schärfe, jedoch wird die Klinge hierdurch geschwächt. insbesondere Rasiermesser werden so geschliffen, aber auch einige Allroundmesser, bei denen der Schwerpunkt auf dem Schneiden liegt. Bei Rasiermessern geht es um extreme Schärfe und eine dünne Schneide. Eine hohl geschliffene Klinge eignet sich auf keinen Fall zum Hacken oder Schneiden unter großer Druckausübung.
Der Hohlschliff wird insbesondere bei Schneiden von Werkzeug und Waffen angewandt.
Allerdings wird hier die Klinge geschwächt und hat eine geringere Standfestigkeit. Diese Form des Schliffs steht für eine Geometrie von Schneiden, die durch Schleifen zustande gekommen ist. Bei diesem Schliff liegen ein oder vielleicht zwei Radien vor, die einen parallelen Verlauf in Bezug auf die Kante der Schneide besitzen. In dieser Richtung hin wird die Schneide wesentlich jünger.
Dieser Schliff verleiht einer Klinge eine besondere Schärfe. Dafür jedoch nimmt die Stabilität der Klinge ab, sie ist nicht mehr so widerstandsfähig. Daher wird der Hohlschliff in der Regel an solchen Schneiden zum Einsatz kommen, die weiches Material schneiden sollen.
Es gibt 08/15-Schleifvorrichtungen mit denen Küchen- oder Kochmesser in Windeseile wieder geschärft werden können. Diese Vorrichtungen sehen of so aus, dass die Klinge quer 2 Rollen (rotierend oder still) die sich leicht überlappen gezogen werden um so schnell eine scharfe Schneide zu erhalten. Die Schärfe entsteht quasi durch „Aushöhlung“ des Metalls und die Schneider verjüngt sich und wird zur Spitze hin recht dünn. Fakt ist, dass man seinem Messer hier einen Hohlschliff verpasst. Dieser ist zwar recht scharf, doch man muss auch dazusagen, dass die Schneide schon sehr dünn geschliffen wird und daher wesentlich anfälliger vor Schäden ist.
2. Balliger Schliff
Der ballige Schliff (konvexer Schliff) ist auch als Eisenhauer Schliff oder als Solinger Schliff bekannt, bei dem zwei Bögen zusammen treffen. Zu den Vorteilen dieses Schliffs gehört die recht gute Schärfe, bei guter Stabilität der Schneide. Bei vielen Haushaltsmessern ist dieser Schliff zu finden. Von Vorteil bei diesem Schliff ist außerdem, dass sich die Standzeit (Haltbarkeit) erhöht.
Ein klarer Vorteil ist, dass sich die Klingen nach einem Schlag in feste Materialien (Holz, Knochen) nicht so leicht verklemmen oder verkanten können.
Dies hängt mit dem zunächst recht spitzen Winkel in der Nähe der Schneide zusammen. Wenig später erfolgt die Zunahme des Materials, was zur Robustheit der Schneide beiträgt. Wie gesagt: der ballige Schliff ergibt zwar keine herausragende Schärfe, bietet aber durch das rasch dicker werdende Material sehr hohe Stabilität der Schneide. Eignet sich sehr gut für Hauwerkzeuge wie beispielsweise eine Axt.
Ein balliger Schliff kann jedoch auch ungewollt durch ein unsachgemäßes Schleifen der Klinge entstehen.
3. Flachschliff
Dies ist die einfachste Schliffform. Stabiler als der Hohlschliff aber nicht ganz so scharf. Der Flachschliff stellt einen brauchbaren Kompromiss zwischen der Schärfe des Hohlschliffs und der Stabilität des balligen Schliffs dar. Die weitaus überwiegende Zahl der Gebrauchsmesser weist diesen Schliff auf. Die Klinge verjüngt sich im gleichbleibenden Winkel vom Rücken zur Schneide.
Messer mit diesem Schliff, besitzen sie eine einzigartige Schärfe. Mitgegeben wird den Messern die Schärfe dadurch, dass diese flach auf einem Stein liegen und dann von jeder Seite geschärft werden. Bei diesem Vorgang sollte eine leichte schiefe Führung über den Stein erfolgen.
Es ist relativ leicht Klingen mit diesem Schliff nachzuschleifen.
4. Einseitiger Schliff
Der einseitige Schliff findet z.B. bei japanischen Messern und einer Vielzahl von Werkzeugmessern Verwendung. Er ergibt eine sehr stabile Klinge und ist sehr einfach nachzuschleifen. Der Schleifwinkel variiert je nach Verwendungszweck. In Amerika nennt man ihn auch "Chisel-Grind". Durch diesen Schliff ergibt sich eine scharfe und doch recht stabile Schneide.
Es gibt unzählige verschiedene Schnitzwerkzeuge in unterschiedlichen Formen, wie gerade, gebogen und gekröpft.
Entscheidend für Schnitzmesser (auch: Schnitzeisen, Schnitzbeitel) ist in der Regel dabei die Form der Schneide: flach, rund, V- förmig, U-förmig oder sogar kastenförmig. Je nachdem wie die Schneide geformt ist, bestimmt sich der sogenannte Stich der Messer.
Dieser Stich ist der Abdruck der entsteht wenn mann das Schnitzmesser senkrecht in das Holz drückt.